Kreation & Depression – Kreative als Selbstmordkommando

Kreation & Depression – Kreative als Selbstmordkommando

Das Buch Menke/Rebentisch (Hrsg.): Kreation und Depression – Freiheit im gegenwärtigen Kapitalismus ist ein Sammelband über die Frage, wie arbeiten wir heute, oder genauer: wie lässt uns der Kapitalismus in seiner gegenwärtigen Form arbeiten, besonders in den so genannten kreativen Berufen (und damit sind eigentlich selten Künstler gemeint). Kreativwirtschaft, oder wie es zwei Autoren nennen: „la cité par project“, das sind die die Projektritter in Wissenschaft und Kultur, die Netzwerker vor dem Herrn und Zeitverträgler dieser Welt. Sie sind die Speerspitze der Flexibilät und Bewahrer der kapitalistischen Dynamik.

Allem voran haben die Herausgeber (natürlich) den Franzosen Deleuze gestellt, der mit granatenhaften Sätzen auf das Kommende einstimmt. So z.B. diesen: „Man bringt uns bei, dass Unternehmen eine Seele haben – was wirklich die größte Schreckensmeldung der Welt ist.“ Sehr schön. Aber wie man dann weiter liest, ist es noch viel schlimmer!

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