Simple Minds – Reloaded. Und danke an Eva

Simple Minds – Reloaded. Und danke an Eva

Habe lang gescheut, sie als CD zu kaufen, in meinem Schrank ja die LP Collectors Edition in fleckig, weiß, goldenem Vinyl, hundert mal gehört. So lang gehört, bis Plattenspieler 1990 out waren, jetzt wieder in sind – meiner aber kaputt ist. Hunderte male habe ich auch das Tape gehört,  damals im Jahre 1985/86: Simple Minds Platte – Once Upon a Time. Meine Initiation in die Musikwelt.
Bis zu einem denkwürdigen Nachmittag, hatte ich in Dortmund Grafittis in Straßenunterführungen und an Brücken mit dem Schriftzug „Simple Minds“ gesehen, aber negativ beeinflusst von Poppermusik, Popperfreunden und Poppergeist, wusste ich nichtmal, dass es eine Band war.
Schuld war Eva – die mir (Achtung Kalauer!) musikalisch den berühmten Apfel reichte – und ich biss gierig hinein. Eva läuft heute unter der alles erklärenden Formel: meine erste Freundin. Eva war 13 und großer Fan von Boris Becker, dem ich angeblich ähnlich sah. Sie hatte eine Schublade, die ich niemals, unter keinen Umständen öffnen durfte – was ich natürlich irgendwann tat, nur um darin stapelweise Fotos und Zeitungsschnipsel von B.B. zu finden und eifersüchtig zu werden – wie man so ist mit 14.
Aber als ich nach einem harmlosen Nachmittag mit Eva, abends heimfahren wollte, hatte ich einen Platten am Fahrrad und ging zurück, überraschte sie dabei, wie sie gerade „Whish you were here“ von der Once Upon a Time Platte auf Cassette für mich aufnahm und den Text des Songs für mich abschrieb in ihrer geschwungenen Mädchenschrift. Und als wäre der Titel ein Zeichen, nahmen wir es als solches und es folgte: der erste Kuss. Bald besaß ich alle Song-Texte der Simple Minds Scheibe in Evas Handschrift und lernte fleißig auswendig. Ich wurde zum Simple Minds Fan, kaufte Pop Rocky, Bravo, wenn die S.M. erwähnt wurden, ich malte mit Lackstiften das S.M. Logo auf alle Mäppchen, Taschen, Tische, Heftrücken und Lateinbücher, die in meine Nähe kamen.
Simple Minds und Eva gehörten zusammen. Ich wollte wissen, was ihr gefiel, wollte von ihr lernen und Gemeinsamkeiten haben.
Ich widersetzte mich lang den Einflüssen anderer, die gute Musik zu bieten hatten, blieb dem klebrigen Teenie-Popper-Pop treu. Mein Bruder hörte ’85 Bowie und Ideal, aber Brüdern hört man selten zu. Es gab noch einen Jungen aus einer Nachbarstraße, der lieh mir Meat is Murder von The Smith, auch 1985 – zu heulige Stimme, zu traurig fand ich. Der Vater eines Freundes hatte Metallica im Schrank, auch Led Zepplin und Zappa, die alten Haudegen und die neuen – alles nur irritierend. Ich hörte tatsächlich Glen Miller aus der Plattensammlung meines Vaters uns Italo Boot Mix…
Die Simple Minds trafen mich zur richtigen Zeit, um schlimmstes zu verhindern. Sie waren zugleich melodisch, modern, rockig und dabei mit den Synthi Klängen im klassischen 80er Sound. Dazu das poltische Sendungsbewusstsein und die Ernsthaftigkeit, die jetzt immer besser passte. Simple Minds war auch eine Band mit Geschichte, entgegen den One Hit Wonders, die sonst unterwegs waren. Sie hatten vor Once Upon a Time schon sieben LPs gemacht (drei davon allerdings Flops), die wie Kometen weit entfernt an meinem Planeten vorbeigezogen waren. Unsichtbar für das ungeschulte Auge.
Doch wie es bei mir oft musikalisch war, ging der Blick auch nach der Entdeckung von Once Upon a Time weiternach vorn, und erst viel später zurück. Die alten Platten der Simple Minds hörte ich mir nicht an, sie interessierten mich überhaupt nicht. Ich wollte nicht wissen, wo die Simple Minds herkamen, sondern fieberte der neuen Platte entgegen, der neuen Maxisingle Auskopplung. Ein Privileg der Jugend: man MUSS nicht die ganze Geschichte kennen, um was gut finden zu dürfen.

Mein Schulkamerad Elmar überraschte mich eines Morgens mit der Aussage, er fände Oh Jungleland das beste Lied der Platte, dabei war es doch Konsens und Mehrheitsmeinung, dass Alive und Kicking, die Hitsingle das Beste sei. Und ich hatte wieder etwas gelernt: LPs hören heißt Differenz zulassen, heißt Individualismus und Debatte bei gleichzeitigem Grundkonsens über die Qualität einer Band. Es ging um Details, Stimmungen, Akzente, Dynamik einzelner Songs in einem Gesamtkunstwerk.
Bis dahin hatte ich fast nur Singles und Maxisingles gekauft, was eben grad in den Charts war, und somit den künstlerischen Anspruch einer LP, die Details und binnenmusikalischen Debatten über eine Band gar nicht begreifen zu können. Im Schicksalsjahr 1985 traten gleich mehrere LPs in mein Leben: World Machine von Level 42, eine Empfehlung eines Klassenkameraden, und Picture Book von Simply Red, eine Platte meines Bruders, die nur noch bei mir stand irgendwann. Sicher: nicht gerade abseits der Pfade, Mainstream, aber sie eröffneten Richtungen: Level 42 zum Funk, Simply Red zu Soul und Jazz.

Am 13. Januar 1986 aber kamen die Simple Minds nach Dortmund. Endlich. Aufregung schon Tage vorher. Bin mit einer ganzen Gruppe hin, Eva war auch dabei, zu der Zeit längst nicht mehr meine Freundin, aber die Verbindung hielt. Keine Erinnerung mehr an die erste Stunde des Konzerts. Aber als alle bei Alive und Kicking hüpften, brach unter uns die Schräge der Radrennbahn im Innenraum der Westfalenhalle zusammen. Alle stürzten und rutschten die Schräge hinunter, Eva mit den Beinen in den Spalt, gerettet von Holger dem Hühnen – kurz Panik doch schnelle Beruhigung. Die Katastrophe gerade noch verhindert, niemand ernsthaft verletzt. Kurze Konzertunterbrechung. Heute hätte man das Ganze abgeblasen, die PR Abteilung und Krisenmanager aus dem Schlaf geklingelt, Katastrophenalarm und schon mal beim Anwalt angerufen. Dieses Konzert ging einfach: Weiter, weiter, und an diesen Teil des Konzerts erinnere ich mich haargenau: euphorisiert und ganz wach, jeder Song durch Mark und Bein, Tränen in den Augen.
Wir spürten wie knapp es war, wie eng Leben und Tod beieinander liegen können, wir waren jetzt und hier – am Leben.
Simple Minds forever. Na, fast. In der Mega-Betroffenheitsphase von Real Life (1991) bin ich ausgestiegen. Ich war musikalisch weitergezogen. Aber Once Upon a Time ist die Platte des beginnenden Bewusstseins: musikalisch und überhaupt. Danke Eva, danke Jim. Und wenn die Band in diesem Jahr 2016, exakt 30 Jahre später, bei NIGHT OF THE PROMS verhökert, kann ich entweder traurig werden, oder mal hingehen, um zu sehen, was noch da ist.

Neue Eltern – warum sie schlimmschlimm sind

Neue Eltern – warum sie schlimmschlimm sind

PROLOG

Dieser Text ist 7 Jahre alt, da hatte ich selbst noch keine drei Kinder. Und ich habe in Berlin, der Hochburg der Neuen Eltern gelebt. Und trotzdem würde ich keinen einzigen Satz korrigieren. Im Gegenteil: die beschriebenen Eltern sind jetzt, auch hier in Dortmund in ihrer geringer auftretenden Zahl und nun, wo ich selbst Kinder habe, noch unerträglicher.

Es hat also, wie ich damals durchaus im Stillen befürchtete nichts mit dem Perspektivwechsel zu tun, den man durchmacht, der das Leben für immer und gänzlich verändert, wenn man Vater oder Mutter wird. Es hat vielmehr etwas damit zu tun, wer man ist, wenn man seine Kinder bekommt. Der ist man auch weiter, im Guten wie im Schlechten. These: Wer also auf locker und lässig und Sinnsuche machte in Berlin, kämpfte eigentich oft in sich gegen den Spießer, der er oder sie war – und dann wieder sein durfte “weil Kinder das brauchen.” Oder wie die Ex-Raucher, Ex-Fleischfresser, Ex-Nicht-Kinderhaber und überhaupt Konvertiten dieser Welt, sich an ihr NEUES klammern, weil ihr Leben nun davon abhängt, weil es ihm (endlich) Regeln und den Dualismus von Richtig und Falsch liefert. Herzlichen Glückwunsch.

NEUE ELTERN

Es ist dieser vorwurfsvolle Blick der Mutter, ganz am Ende, nachdem sie eingepackt und  und pädagogisch wertvoll ihr Kind fünf Minuten zwischen dem roten und und grünen Lutscher hat wählen lassen, „Na welchen magst du lieber, überleg mal“, nachdem sie in aaaaaaaaaaller Ruhe das Portmoniai suchte, Kleingeld suchte, dem Kind etwas erklärte, weiter suchte und einpackte, und alle Köpfe in der Schlange, die zu ihr schauen Gleichmut vorgebend zu ignorieren scheint, was sie natürlich nicht tut. Sondern diese Situation auf eine eigenartige, kranke Weise zu genießen scheint und dann, ganz zum Schluss, am Ende der Vorführung kommt der Blick zum Publikum, zu der stillen aber gespannt harrenden Schlange, die so auch schauen würde, wenn Karl-Heinz seine drei Pullen Bier mit 10cent Münzen bezahlt, oder Susi ihr Glas Nutella mit Karte und dann dreimal den Pincode falsch eingibt.
Aber was da von der jungen Mutter kommt ist ganz am Ende ein kalter, abfälliger Blick voller Verachtung. Darin liegt die ganze verquere Logik (einiger, nicht aller, ich weiß!) junger Eltern, am Anfang des neuen Jahrtausends, darin liegt ein Blick auf die Welt, die nicht mehr die gleiche ist, seitdem die kleine Maja oder der kleine Simon geschlüpft ist. Es geht u.a. um Selbstbewusstsein, das nach Jahren der Zweifel nun so offensiv ausgelebt wird, dass es dem Publikum nicht selten den Atem verschlägt über die Mischung aus Ignoranz und Selbstsicherheit, mit der alle Idioten sind – außer Mutti.

14596542440_3fe2166287_z

Was sind das für neurotische, seltsame Menschen, die jeglicher Kritik trotzen, und sich egal zu welchem Thema oder Verhalten, immer und zuerst als Mutter angegriffen fühlen. Wer sind die jungen Frauen und Männer, die plötzlich allerlei überzogene Forderungen und Erwartungen an den Staat und auch ihr Umgebung stellen? Sind das wirklich die gleichen Männer und Frauen, die zuvor jahrelang vor allem auf ihre Unabhängigkeit und forderungsfreie Entfaltung pochten, Weihnachten nervig fanden, die in der jahrelangen Selbst- und Berufssuche an sich selbst überzogene Erwartungen stellten und diese nun an andere stellen, wo sie ES gefunden haben. Wer sind diese Leute, die plötzlich alles wissen, weil sie es irgendwo gelesen haben, die daher Lehrern, Ärzten und gern auch anderen Eltern erklären, wie man es richtig macht, und was „in diesem Land / mit den Schulen / mit diesem Denken eigentlich das Problem“ ist.
Gut ausgebildete und gut angezogene, recht soziale und tolerante, weitgereiste, vielseitig interessierte Wesen werden offenbar innerhalb von neun Monaten zu fundamentalistischen Monotheisten des „deus infans“, denen es schwer fällt über sich selbst zu lachen, wenn sie Thesen verkünden, die sie ihren Eltern um die Ohren gehauen hätten. Gerade noch selbstkritische, humorvolle Charaktere, die sich umzingelt sehen von Missständen und Gefahren und dummen Menschen. Als wären sie selbst mit der Geburt ihres Kindes wiedergeboren worden, wie einst George Bush nach seinen Trinkerexzessen. Nur dass es bei den betreffenden Neu-Eltern in die entgegengesetzte Richtung läuft: Sie finden von Heute auf Morgen Zweifel an NinetoFive Arbeit und Versuche ihr zu entgehen, „unverantwortlich“, die Suche nach der richtigen Beziehung ebenso, sie halten Depression für eine schädliche Einstellung, die sie sich nicht leisten können. Plötzlich streiten oder wählen sie nicht mehr für eine bessere Welt oder Integration, sondern für Elterngeld und Steuererleichterung, dreigliedriges Schulsystem und einen guten Sicherheitsapparat. Sie sehen nicht mehr in einem Krieg ein System aus Profitgier und Gut-gegen-Böse, sondern sind viel stärker verstört von Grafittis in ihrem Hausflur, bekommen Sorgenfalten in Anbetracht des 800 Meter weiten Wegs zur zukünftigen Grundschule ihres Zöglings, der über drei (!) Ampeln führt.

14586681890_445e473290_z

Ich muss der vielgescholtenen Generation vor uns, den heute über 60-jährigen nachträglich Respekt zollen: Sie haben Familiengründung und Kinderkriegen nicht als einen Selbstzweck empfunden, inhaltlich überhöht und auch noch moralisch gegen Nicht-Eltern verwendet. Sie haben dabei ohne jemals Geburts-, Eltern-, Erziehungsratgeber gelesen zu haben, sicher nicht mehr Fehler gemacht, als die heutigen Eltern mit ihren Kindern machen werden. Aber diese alte Generation aus Eltern und Großeltern wirkt wenigstens authentisch. Sie haben mit ihren Kindern Sachen gemacht, weil sie die bei ihren Eltern mochten, oder haben Dinge nicht gemacht, weil sie sie bei ihnen gehasst haben. Die meisten Dinge haben sie einfach gemacht oder gelassen. Sie sind weiter ein Mercedes Coupé oder ein anderes Kinderwagen-untaugliches Auto gefahren, und statt kindgerechten Urlaub haben sie einfach Urlaub gemacht, der ihnen auch was brachte, sie haben ohne vorheriges Assessment Center Babysitter engagiert und das Kind in die Schule geschickt, die dem Haus am nächsten lag. Sie haben nicht geglaubt, in der Welt von Ratgebern, Erziehungsmodellen und frühkindlichen Forschungsstudien, durch Kabbelgruppen-Info-Gespräche und PEKiP-Baby-Turnen oder die Frage chinesische oder englische Tagesmutter, die Antwort zu finden, wie ihr Kind gesund und glücklich wird. Sie haben bei Kindergarten nicht an „Früherziehung“ und bei Schule an „ Karriere“ gedacht und versucht, Dreijährige baldigst auf den globalisierten Arbeitsmarkt einzustimmen – und gleichzeitig behauptet, Spielen, sich ausprobieren und rumdaddeln sei soooo wichtig für Kinder.

Diese Generationen vor uns hatten mal mehr, mal weniger Angst, Dinge falsch zu machen,  sie haben sich ihren Kindern gegenüber mal mehr mal weniger warm und besorgt und engagiert gezeigt, aber sie entschieden letztlich auf Grundlage eigener, nicht fremder und angelesener Erfahrungen und Gefühle.
Die Generationen der heutigen Großeltern haben nicht einen Teil ihres Selbst abgespalten, als sie Eltern wurden und vieles, was für sie mal richtig und wichtig war, einfach über Bord geworfen und ihre Veränderung zum Unguten hernach ihrer Umwelt als Selbstfindung via Kind verkauft und die leise Kritik als Angriff auf ihre Elternschaft begriffen. Und es ist genau das der Grund, warum so viele der heutigen Großeltern zugleich authentisch und aus der Zeit gefallen wirken – wie Helmut Schmidt.

7116309

Und auch wenn manche der heutigen Eltern es zu glauben scheinen: Eltern sind per se keine besseren Menschen, sind nicht genauer und umsichtiger. Blöde Leute werden dadurch, dass sie Eltern werden nicht zu netten Leuten, und dummes Gerede wird nicht dadurch richtig, dass jemand es als Vater oder Mutter sagt. Zum Beispiel, wenn man eine Mutter kritisiert die Frage “Haben Sie Kinder!?”, als messe sich daran die Urteilsfähigkeit eines Menschen, dabei scheint es meist andersherum zu sein, jedenfalls wenn man den Ausagen von Kinder über die Urteilsfähigkeit ihrer Eltern glaubt.  Die Mamis aber, denn es sind erstaunlicherweise fast immer die Mütter, die nach zehn Minuten auf den höfliche Frage, ob das brüllende Kind nicht vielleicht beruhigt werden sollte, dann patzig werden, das sind meist die gleichen Mütter, die sich von Bettlern und U-Bahn Sängern belästigt fühlen und die ersten sind, die die Polizei anrufen wenn der Student im Nachbarhaus seine Fete feiert. Sie erwarten eine Toleranz und Flexibilität von der Umwelt, die sie niemandem gegenüber, der den Schlaf ihres Kindes oder das durchgeplante Tages-System stört, zuerkennen wollen. Und das ist nicht mit Stilldemenz, sondern nur psychosozial zu erklären. Sie wollen, dass wir es ertragen. Nur warum?

Eltern gehorchen in blinder Gefolgschaft ihren Instinkten von Schutz und Verantwortung gegenüber dem kleinen hilflosen Wesen. Ein gesunder, ganz natürlicher Zug. Anstrengend nur dann, wenn es zum einzigen Wesenszug wird. Das wird aber auffällig oft gerade von solchen Müttern in einer Vehemenz und Intoleranz ausgelebt, die in ihrem Leben davor, von Zweifeln, Sinnkrisen und Ängsten gepeinigt wurden, sich nie recht zwischen Studium, Arbeit, Beziehung und „Freewheelin“ auf etwas festlegen konnten, aber dank Mutterschaft finalmente ihre natürliche Rolle gefunden haben – die EINE richtige. Sie reagieren erstaunt, ja verletzt, wenn man ihre Vorstellungen und Werte, ihre Entscheidungen nur als eine von vielen möglichen behandelt.

4800130

So sind diese Ü-30 Eltern, die Kind und Familie als eine Art letzten Akt der Selbstverwirklichung, nicht als natürlicher Prozess oder einfach eine Sache sehen, die jeden Tag 350.000 mal geschieht und in der Menschheitsgeschichte ca. 100 Milliarden Mal geschehen ist: Mutter und Vater werden.
Die kommode Welt des Prenzlauer Bergs des 21. Jahrhunderts, quasi als Keimzelle der Bewegung, brachte einen ganz eigenen Schlag Eltern hervor. Eltern, die erst alles auf einmal sein wollten und sich langelangelange beruflich und charakterliche selbst suchten, es dann plötzlich eilig hatten, weil Phase Eins sie bis in die Mitte des dritten Lebensjahrzehnts getragen hatte und hernach als Kontrast zum Suchen und Irren der ersten Lebenshälfte, in der zweiten mit Kindern plötzlich nur noch an fixe Tatsachen, eindeutige Wahrheiten und monokausale Erklärungen glauben. Ein Kind ist ein Kind ist ein Kind.
Sie gebärden sich wie New-Born-Christians oder Ex-Raucher, die auf ihr vorheriges Leben angesprochen, dieses als großen Fehler geißeln und deshalb allen, die ihre nun geltende, einzige Wahrheit noch nicht erkannt haben, mit Unverständnis, ja Wut begegnen. Diese Reaktion ist in der Logik ihrer individualistischen nach Selbstverwirklichung suchenden bisherigen Lebensführung schon angelegt gewesen, hat sich aber leider aus Sicht der Nicht-Erweckten von eher symphatischer Selbstzweifelei und vielleicht naiver Sinn- und verschlungener Jobsuche zu einer sehr verengten Ausschließlichkeit beanspruchenden Perspektive auf „das Leben“ verwandelt.

8713147

Warum ist der trinkfreudige Nachbar erst ein Problem, seit das Kind da ist? Warum lockt auf ein Mal die Monothonie der Vorstadt – nach jahrelangen Vorträgen, die sie Freunden aus der Provinz gehalten haben über das grandiose Leben in Berlin? Warum macht ihnen ein Beitrag in der Apothekenrundschau über ADS solch Kopfzerbrechen? Warum glauben sie durch eine Dokumentation über die richtige Babynahrung Wichtiges zu lernen? Warum fühlt sich der Einzug von Familie Ali im Nachbarhaus irgendwie nicht gut an? Warum ist da so viel Bereitschaft Angst zu haben? Warum sind den frischen Müttern die hübschen Single-Freundinnen plötzlich suspekt und werden nur noch selten eingeladen – jedenfalls wenn der Mann auch da ist? Warum ist ein Hund plötzlich gefährlich, obwohl man ihn seit Jahren kennt und der noch nie auch nur gebellt hat? Wie kann es passieren, dass ein wehrloses Wesen, das eigene Kind plötzlich als Begründung für alle Faulheit und Bequemlichkeit im Denken und Handeln herhalten muss, für alle nicht getanen Dinge und plötzlich als “wahr” erkannten Regeln? Wie soll daraus die berühmte “gesunde Keimzelle der Gesellschaft” werden: die Familie?
Nein – die Illusion etwas Festes geschaffen zu haben, hat sich nur verlagert, das Gefühl es “zu etwas gebracht” zu haben, wird an die nächste Generation weitergegeben, und wenn unsere Eltern noch mit den Söhnen und Töchtern geprahlt haben, die Anwalt oder Arzt wurden, so prahlen die New Born Eltern mit dem Nachwuchs an sich, nur weil er da ist und sie das wirklich gemacht haben. Deswegen schreiben auch so viele Väter jetzt Bücher da drüber, weil sie es der Welt verkünden müssen: ich bin ein moderner Vater, ich bin anders als mein Vater und ich bin mir total bewusst darüber. Na, dann ist ja gut.

Aber lasst Singles und kinderlose Paare doch sonntags mal in Ruhe im Cafe Kaffeetrinken und Zeitunglesen, wir haben ja sonst nix und nix erreicht und nix zu tun und nix Zukunft – das werdet ihr verstehen, oder?

Saarbrücken Exkursion: in die Täler gerutschter Beton mit Fenstern

Saarbrücken Exkursion: in die Täler gerutschter Beton mit Fenstern

Das Saarland als kleinste Flächenland der Republik, in Randlage, eingequetscht von Frankreich, Luxemburg und Rheinland-Pfalz, in seiner Geschichte mal französisch, dann preußisch, dann international, dann kaputtgebombt, dann bundesdeutsch wieder aufgebaut und ab 1955 auch regiert. Saarbrücken und Umland sind eine fotografische Fundgrube für architektonische Vergehen der letzten Jahrzehnte und verstrahlen an vielen Orten eine Aura irgendwo zwischen Malocher Ruhrpott der 60/70er Jahre – mit einer Prise ganz eigenem, kleinstädtisch-zeitlosen “Schwenker”-Charme.

3505822

Als Kind des Ruhrgebiets erschließt sich die meist schmutzig-funktionale oder bemüht protzig-verspiegelt daherkommende Architektur der Stadt recht gut. Die alles dominierende Montan- und Stahlindustrie prägte nämlich auch die Bauten und Stadtplanung meiner Heimat Dortmund. Die an Saarbrücken angrenzenden Städtchen Saalouis, Völklingen und das etwas weiter entfernte Neunkirchen sowie die beiden Städtchen Forbach und Stiring-Wendel auf der französischen Seite sind von Schnell-, Durchgangs- und Bundesstraßen, von breiten Bahntrassen und Autobahnen durchzogen, es reihen sich am Rand Supermärkte und Baumärkte und Tankstellen und Gewerbegebiete aneinander und die Straßen der Innenstadt sind durch schmucklose Rauputzkästen zubetoniert. Saarbrücken wirkt wie in die Täler der Landschaft gerutschter Beton mit Fenstern. Die Straßenzüge sind dabei auf eine eigenartige Weise ortsungebunden, finden sich genau so auch in Hagen, Oberhausen, Gelsenkirchen oder Vierteln von Köln, Stuttgart oder Frankfurt – Zweiter Weltkrieg, wir danken Dir. Stadtplaner der 60er und 70er, Euch auch.

968073

Ausnahme im tristen Vier-Stockwerk Schuhkarton Einerlei, den vierspurigen Ein- und Ausfallstraßen und gesichtslosen Zweckbauten der Behörden und Kaufhäuser, sind in dieser Hinsicht die meist recht kleinen Altstadtkerne in Saarbrücken oder Saarlouis. Rund um die Marktplätze und entlang der Einkaufsstraße sind einige Altbauten erhalten oder nach dem Krieg wiederaufgebaut worden und auch wenn sich dort eine Ladenkette an die nächste reiht und gleichförmig gestylte Kneipen und Restaurants beherbergen, so erkennt man wenigstens eine gewissen Gestaltungswillen und Wunsch nach Schönheit, der Saarbrücken ansonsten fehlt. In der Stadt musste es nach dem Krieg schnell gehen und billig sein und alle sollten möglichst schnell zur Arbeit und wieder nach Haus, Güter und Material durch die Stadt kommen – und so sieht es dort eben auch aus.

6270170

Wo der Dortmunder mangels anderer Attraktionen der Stadt auf Bier, Fußball und Shopping verweist, ist es für den Saarbrücker sehr ähnlich – nur ohne Fussball.
Wie es auch den Ruhrgebietsstädten an urbaner Schönheit mangelt, so geben auch in Saarbrücken leider nicht der Fluss und die Auen an seinen Rändern, der Stadt ihr Gesicht. Das gibt ihr die Industriegeschichte und die Autobahn, die entlang der Saar die einzig ebene Fläche und auch den einzig breiteren Grünstreifen auf voller Länge durchzieht und im Sommer die einzigen Wiesen und Biergärten der Innenstadt durch ihr Dauerdröhnen nicht gerade zu gemütlichen Orten macht. Überlegungen dieses Planungsverbrechen rückgängig zu machen, die Autobahn unter die Erde zu legen oder zu übertunneln, gibt es seit Jahrzehnten, aber mit Verweis auf die hohen Kosten, ist nie etwas geschehen. Und das obwohl auch der Saarbrücker Landtag auf der einen Seite ein Schloss und auf der anderen direkt an der Autobahn liegt. Stattdessen ereifert man sich in den lokalen Medien und Leserbriefseiten über einen Neubau des Kunstmuseums, das erste moderne und architektonisch ansprechende Gebäude seit 20 Jahren, und ist sich nicht zu Schade, die 20×20 Meter Rasenfläche, die dadurch überbaut würde (übrigens mit Blick auf die Autobahn) als Argument gegen den Bau anzuführen.

9740346

Dabei ist nicht der Museumsneubau das Problem. Die Kritiker, übrigens alle Nachbarn des Museums, müssten nur mal nach Düsseldorf fahren, eine vom Krieg ähnlich ramponierte Stadt mit Altstadtkern und Fluss. Dort hat man die Uferpromenade wiederbelebt, indem man die Straße unter die Erde legte und die ganze Stadt gewinnt an Charme und Grün. Der Saarbrücker aber liegt in diesen Tagen des Frühsommers auf der Wiese oder sitzt im Biergarten – 40 Meter Luftlinie neben der Überholspur der A 620. Ein dickes Fell, bzw. schlechte Ohren hat er jedenfalls.

Der Ehrlichkeit halber muss man allerdings sagen, dass es noch schlimmer geht: Völklingen. Dieses Städtchen wurde schon in den 60er Jahren zu Recht zur hässlichsten Stadt Deutschlands gewählt und konnte seitdem auch wenig daran ändern. Die Industrie ist zwar weg, die Völklinger Hütte zur rostenden Industrieruine und Weltkulturerbe geworden, aber an den städtebaulichen Lebensverhältnissen hat das dort nichts geändert.

„Du bist ne ehrliche Haut, leider total verbaut“, sang Grönemeyer über Bochum. Das stimmt auch für Saarbrücken. Und am Ende kommt es nicht auf Häuser, sondern auf die Menschen an, die darin wohnen. Aber wenn die Umgebung irgendeinen Einfluss aufs Gemüt hat – und daran glaube ich – wenn Architektur glücklich oder dumpf machen kann, dann wird man bei einem architektonischen Rundgang eher letzteres – oder es war das Pils und die Lyoner vom Schwenkgrill.

7240861

Der Text stammt vom alten Blog SCHREIBSTUBE, aus dem Jahr 2008

Alles Theater: Rimini Protokoll versammelt sich bei Daimler

Alles Theater: Rimini Protokoll versammelt sich bei Daimler

Über die “Hauptversammlung” von Rimini Protokoll ist ja viel geschrieben und gesendet worden – quod erat demonstrandum gewissermaßen. Es funktioniert also, den Alltag, in diesem Fall den wirtschaftlichen, zum Theater zu erklären. Funktioniert für die Teilnehmer und für die Medien und funktionierte für die Daimler Leute, die ängstlich um die Kontrolle über die von ihnen inszenierte Wirklichkeit auf der HV bemüht, bei der Eröffnungsrede betonten, dies sei kein “Schauspiel oder Theater” – und es damit paradoxerweise belegten.
Es folgte Selbstinszenierung und Ritual: die (jährlich gleichen) Darsteller stellten ihre (Jahr um Jahr gleichen) Fragen und gaben ihre (Jahr um Jahr gleichen) Antworten – das ganze auf großer Bühne und im selbstgewissen Ton der weltwirtschaftlichen „Systemrelevanz“.
Der Ablauf, die Fragen, die Antworten – alles war wie in einem Buch aus der Zukunft im Katalog von Rimini Protokoll zu lesen, den wir morgens erhalten hatten. Bizarr die Dopplung aus Gegenwart auf der Bühne und Lektüre der Abläufe und Kommentierung. Eine Dopplung genau wie die Telefonnummern, bei denen man während der Veranstaltung anrufen konnte und dort u.a. Theateratmosphäre (Pöbeln, Applaus, Buhen) oder Musik (Masters of War, Leise rieselt der Schnee) zuschalten konnte.

641174

Entlarvender (obwohl es Rimini darum überhaupt nicht ging), war für mich das Benehmen der Aktionäre: Nach der Rede des Großen Vorsitzenden und einer ersten Fragerunde drängte das Publikum hinaus, um sich in Schlangen für die ekelhafte Mittagssuppe und die Dosennudeln zu stellen wie bei einer Armenspeisung.
Der Saal mit der Bühne wirkte wie eine Mischung aus Chinesischem Volkskongress und dem Parlament in Star Wars – The Revenge of the Sith. Von den angeblich 6000 Anwesenden im Saal und den raumschiffartigen ICC in Berlin waren nach dem Mittagsschmaus noch vielleicht 800 da, und um 17 Uhr vielleicht 500. Als am späten Abend endlich die Abstimmung stattfand, der eigentliche Grund der Zusammenkunft (abgesehen von der Inszenierungspflicht laut Aktienrecht), waren es vermutlich noch weniger.

Ich habe viel gelernt: ein Weltkonzern gibt sich absichtlich ärmlich beim Essen, um die Leute zu zermürben. Der Durchschnittsaktionär auf einer HV ist Mitte 50 Anfang 60, manchem möchte man raten, seine Aktien abzustossen und sich stattdessen eine neue Hose oder ein einfarbiges Hemd zu kaufen. Daimler ist mit der HV nach Berlin gekommen, weil in Stuttgart zu viele Leute mit zu vielen Fragen kamen. Fragen der „Eigentümer“ sind lästig. Ein Weltkonzernlenker wie Zetsche muss trotzdem wirklich selbst und in persona 12 Stunden lang all die Fragen der Kleinaktionäre (eine Klientel wie Kleingärtner scheint es) beantworten. Die Fragen der institutionellen Vertreter wie der Fonds oder Aktionärsvereinigungen an die Daimler Kapitäne sind selbstverliebt und wichtigtuerisch und überinszeniert wie Seifenkistenredner in der Fußgängerzone oder die Plädoyers in billigen Gerichtsfilmen.

Die Märchenonkel Rede von Zetsche war von allen fast am natürlichsten – und einschläferndsten. Vielleicht ist er ein ehrlicher Mann und kann einfach keine Emphase in eine Rede legen, die in Wahrheit keine Bedeutung hat – so gern die Aktionäre es auch hätten, um ihre eigenes Gefühl von Bedeutung bestätigt zu bekommen; so nach dem Motto „Uns gehört der Laden! Also Zetsche erklär’s!. Oder Zetsche spielt den Demütigen – so oder so: die Zetschebürste ist das Spannendste an ihm.
2523747
Minus 40 % Aufträge und Verkäufe von Daimler hin oder her, Aktienabsturz – der Aktionär en masse blieb auffällig ruhig und ließ sich willig kneten von den Worthülsen der Verantwortlichen.

Sympathisch die Verschrobenen und die Verrückten, die hier sicher in größerer Zahl als in Stuttgart auf Großveranstaltungen das Wort ergreifen: In Erinnerung geblieben ist ein dicklicher, schwitzender Ingenieur mit zittriger Stimme, ehemaliger Mitarbeiter in der Motorenentwicklung von Daimler, der Zetsche um Forschungsgelder bat für einen „Freikolbenmotor“, an dem er arbeiten will und der vor allem die Heizung im Auto sehr wichtig fand. Oder ein anderer, der ein paar wichtige Patente abzugeben hatte und den Vorstand darüber informierte. „Danke“, sagte Zetsche, „schicken Sie doch ihre Ideen bitte an: externe@daimler.de“ (oder wie er wohl dachte: „externe“, slash, idioten@daimler.de)

Dann war da der Schreihals mit dem programmatischen Namen Stockhausen, in dessen Kopf es in etwa so aussieht wie auf einem Notenpapier seines Namensvetters. Interessanter als die Zwischenrufe, war die Pogrom-Reaktion (Raus! Raus!) der Renterkohorten im Saal, die sich bei der Bauchpinselung als „Eigentümer“ gestört fühlen – bevor sie zwei Stunden später „ihren“ Konzern verließen weil die kostenlose Suppe (Naturaldividende) gegessen war.
Stockhausen, der wie ein Ditsche ohne Humor und außerhalb der Pommesbude wirkte, hielt am Nachmittag seine lang erwartete Rede: Er begann mit den viel versprechenden Worten: „Ich stehe hier in einer Position der Dankbarkeit…“, verlor sich dann in assoziativen Wortschwallen, Beschimpfungen, Lob, Anekdoten und hielt am Ende ein Poster aus der Apothekenrundschau mit kleinen Äffchen darauf hoch und bat offenbar um die Rettung der Tierwelt, erklärte etwas mit Photosynthese und den Nobelpreisträgern und dem Krieg.

5472043

Aber der Mann war der sprachliche Gegenentwurf zu dem scheinbar kontrollierten (in Wahrheit kontrollierenden) mit Englisch durchsetzen Manager-Sprech der Offiziellen. Stockhausen erschütterte (vermutlich unbeabsichtigt) die schöne Inszenierung von Macht und gefakter Teilhabe, er widersetzte sich den affirmativen Attacken auf das Aktionärsego, die im teuren Licht am Eingang begannen und über hübsche Hostessen in großer Zahl, Freigetränke bis zu den Reden durchgezogen wurden.

Gelernt hab ich auch das Nomen „Whistleblowing“, das Verb „whistleblowen“ und den „Whistleblower“ als wichtigen Teil eines Unternehmens – aber leider hab ich vergessen, was das war; irgendwas mit Mobbing?
„Proaktives Krisen Mangement“ – also die Krise vorhersehen und dann reagieren – Zetsche liebte diese Worthülse, hat es aber offensichtlich in  so gar nicht hinbekommen. Aber in Zukunft wird auch das natürlich besser werden.
Darüber hinaus lernte ich: „Cash Burn Rate“ und dachte, was für ein schönes Bild! Geld, Anzünden, Stopuhr starten. Außerdem entstand eine weitere Dopplung mit einer anderen Rimini-Inszenierung „Karl Marx Das Kapital“, wo Jochen Noth, ein ehemaliger 68er Maoist, auftritt, der mal in Berlin öffentlich Geld verbrannte und für Empörung gesorgt hatte. Heute machen das die Firmen selbst und ganz unpolitisch und mit englischem Fachausdruck.
Darüber hinaus fragte ich mich, was es konkret bedeutet, wenn das „Forderungsmanagement intensiviert wird“ – jugoslawische Schuldeneintreiber?

Am Ende, ermüdet und schummrig vom Licht und Kaffee, machte ein Freund Sightseeing-mäßig ein Foto von mir in einem Daimler LKW und nach 9 Stunden ging ich nach Haus. Bei mir hatten sie Erfolg: die Daimler „macht ihn müde und willenlos“ Strategen, aber auch die Rimini „schau mal hin und werde ein Teil davon“ Strategen.
Von kritischer Distanz blieb am Ende die Erinnerung an die schlechtesten Nudeln meines Lebens und Zetsches Märchenonkel Stimme beim Pinkeln, dazu am Telefon: aus Richard Wagners Lohengrin: “Nie sollst du mich befragen…”
Alles hängt mit allem zusammen – das Geheimnis ist: wie?

(Text stammt von meinem alten Blog SCHREIBSTUBE)